Am 4. Mai 2026 hatten die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe die besondere Gelegenheit, im Rahmen eines Begegnungslernens das Judentum aus erster Hand kennenzulernen. Rachel besuchte als jüdische Gesprächspartnerin die Klassengruppen in der Schule und gestaltete jeweils zwei Schulstunden lang einen anschaulichen und persönlichen Einblick in ihren Glauben und ihre Lebenspraxis. Dabei nahm sie die Jugendlichen mit auf eine Reise durch das jüdische Jahr und erklärte zentrale Feste und deren Bedeutung. Die Schülerinnen und Schüler konnten zahlreiche Fragen stellen, so etwa zu den Speisegeboten oder dazu, ob ein jüdisches Leben auch vegetarisch oder vegan gestaltet werden kann, und erhielten authentische Antworten. Neben dem Gespräch stand auch das praktische Erleben im Vordergrund: Die Jugendlichen lernten das traditionelle Dreidel-Spiel kennen, probierten selbstgebackene Challah und Matze und konnten mithilfe des Hawdala-Duftes auch mit allen Sinnen in die besondere Atmosphäre des Schabbats eintauchen. Außerdem erfuhren sie, dass auch im Judentum besondere Festspeisen eine wichtige Rolle spielen. So gehören beispielsweise die aus der christlichen Tradition bekannten Krapfen in ähnlicher Form als sogenannte Sufganiot zu den Feierlichkeiten rund um Chanukka. Besonders eindrücklich war zudem die alltagsnahe Erklärung, wie es möglich ist, trotz der religiösen Gebote am Schabbat warmes Essen oder Kaffee zu genießen. Das Begegnungslernen ermöglichte einen offenen, respektvollen Zugang zu einer lebendigen religiösen Tradition und trug dazu bei, Vorurteile abzubauen sowie Verständnis und Interesse zu fördern. Organisiert wurde die Veranstaltung von Frau Weghaus und freundlicherweise unterstützt durch den BCJ.Bayern e. V., dem an dieser Stelle ein herzlicher Dank gilt.