Spanienaustausch, Teil 2: Unser Gegenbesuch in Spanien
Nachdem sich bereits im Oktober einige Freundschaften zwischen spanischen und deutschen Partnern entwickelt hatten, dauerte es doch noch eine Zeit, um den passenden Termin für den Gegenbesuch in Spanien zu finden. Erst gab es Probleme mit einem für die Flugbuchung zuständigen Reisebüro, dann drohte ein Streik im öffentlichen spanischen Verkehr. Erst Ende April/Anfang Mai konnte ein geeigneter Termin gefunden werden. Bedauerlicherweise fiel dieser genau in die Zeit des bayerischen Abiturs, sodass Frau Hitz als stellvertretende Schulleiterin nicht mitfahren konnte. Dankenswerterweise sprang Frau Bühler ein.
Bester Laune begann schließlich die Reise am frühen Morgen des 29. Aprils. Über Amsterdam ging es zunächst nach Madrid, wo leider einem der begleitenden Lehrkräfte die Geldbörse abhandenkam. Herzlich wurde die Gruppe dann am Bahnhof in Saragossa empfangen und in die Gastfamilien aufgenommen. Bereits am nächsten Tag begrüßte die neue Schulleiterin die Deutschen und eine Lehrerin strich die wichtige Bedeutung der Namensgeberin der Schule Clara Campoamor Rodriguez heraus, speziell was die Förderung von Frauen betrifft. Im Anschluss mussten die gemischten Gruppen verschiedene Aufgaben im Schulhaus erledigen, dort auch Müll aufspüren und gemeinsam Ideen entwickeln, wie in den jeweiligen Schulen eine Verbesserung des Umweltschutzes möglich wäre. Die Ergebnisse wurden in englischen Vorträgen präsentiert. Nachmittags stand der Besuch des „Acuario de Zaragoza“ auf dem Programm, des größten Flussaquariums Europas.
Da der 1. Mai auch in Spanien ein Feiertag ist, fand keine Schule statt. Dennoch trafen sich die Austauschülerinnen und -schüler mit ihren Lehrkräften im Naturschutzgebiet Alfranca, wo sie unter anderem an einer Vogelbeobachtung teilnehmen konnten. Das restliche Wochenende fand in den Familien statt, die reichlich um Abwechslung bemüht waren (sogar eine Art Stierkampf soll besucht worden sein).
Für Montag hatten die spanischen Schülerinnen und Schüler eine Spanischstunde mit anschließendem Quiz vorbereitet, bei der sehr viel verlangt wurde, sich die deutsche Gruppe aber tapfer schlug. Danach folgte ein Lateinunterricht der besonderen Art, nämlich vollkommen einsprachig: Die Lehrerin verwendete nur lateinische Sprache und erwartete das auch von allen Schülerinnen und Schülern, die sich gegenseitig Fragen stellen und diese beantworten mussten. Zur Entspannung folgte dann ein Ausflug in die Stadt, wo die gemischten Gruppen wieder vielfältige Aufgaben zu erledigen hatten. Der geplante Besuch im „Parque grande“ musste allerdings wegen schlechten Wetters abgesagt werden.
Nach einem Besuch des Unterrichts am Dienstag führte dann der Weg ins Feuerwehrmuseum, wo wir von einem echten Feuerwehrmann unter anderem das richtige Verhalten in einem Brandfall lernten und eine Brandsimulation live miterleben durften. Zurück in der Schule erhielten alle ihre Diplome und ließen den Tag noch gemütlich ausklingen, denn am nächsten Morgen stand die Rückreise auf dem Programm. Sicherlich wird dieser Austausch allen Teilnehmenden noch lange im Gedächtnis bleiben!
Randolf Six, OStR
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